Hautarzt Dr. med. Hans-G. Dauer, Köln

Akne

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Unter Akne werden verschiedene Erkrankungen der Talgdrüsen zusammengefasst, die durch Sekretions- und Verhornungsstörungen mit anschließenden entzündeten Pusteln und Vernarbung einhergehen. Akne gilt als häufigste Hauterkrankung weltweit. Akne beginnt in der Regel in der Pubertät und heilt in den meisten Fällen bis zum 25. Lebensjahr wieder ab. Bei circa fünf Prozent der Betroffenen bleibt die Erkrankung auch danach bestehen. Bei Männern ist Akne meistens schwerer ausgeprägt.

Ursachen der Akne

Bei der Akne kommt es zu verstärkter Talgproduktion, welche durch männliche Hormone angeregt wird. Durch eine Verhornungsstörung der Talgdrüsen wird der Abfluss des vermehrt gebildeten Talgs verhindert und es entsteht ein Mitesser (Komedo). Bakterien wandern in den Komedo ein und führen dort zu einer Entzündung, die sich als Eiterhaube zeigt. Der Körper versucht dann die Entzündung abzuwehren. Wenn dies nicht gelingt, kommt es zu tief sitzenden, schmerzhaften Knoten, die meist nur unter Narbenbildung abheilen. Die Ausprägung kann dabei, je nach Akneform, sehr unterschiedlich sein. Akne kann jedoch auch durch ungeeignete Pflegemittel hervorgerufen werden.

Symptome der Akne

Typisch für Akne sind die entzündeten, eitrigen Papeln und Pusteln, die häufig narbig abheilen. In schweren Fällen kann es zu Knoten und Zysten kommen. Betroffen ist meistens das Gesicht, aber auch Dekolleté, Nacken, Arme, Achseln sowie Genital-, Gesäß- und Leistenregion können betroffen sein.

Therapie der Akne

Die Behandlung der Akne braucht Zeit. Die Grundregel dabei ist, fettende Pflege- und Reinigungsmittel wegzulassen. Bestimmte Wirkstoffe, die auf die Haut, beispielsweise in Form von Salben, aufgetragen werden, lösen die Verhornung, reinigen die Haut und beseitigen die Entzündung. Kurzfristig können auch Antibiotika eingenommen werden. In besonders schweren Fällen, können, aufgrund der vielfältigen möglichen Nebenwirkungen nur selten, auch Abkömmlinge der Vitamin-A-Säure verabreicht werden.

Fruchtsäurepeeling bei Akne

Bei Akne hat sich als effektive und nebenwirkungsfreie Therapie das Fruchtsäurepeeling bewährt. Dabei wird die Haut zuerst vorbehandelt. Dann werden bestimmte Fruchtsäuren in steigender Konzentration auf die befallenen Hautbereiche aufgetragen. Dadurch wird die kranke Oberhaut schonend abgelöst, sodass der Talg wieder ungehindert abfließen kann und keine neuen Komedone, Pusteln und Papeln entstehen können. Das Fruchtsäurepeeling bewirkt außerdem, dass bereits bestehende Aknenarben gemildert oder ganz beseitigt werden. Ein positiver Nebeneffekt ist die Glättung der Haut. Um den Behandlungserfolg zu optimieren, schließt man bei Akne und unreiner Haut nach der jeweiligen Peeling-Sitzung eine manuelle physikalische Aknetherapie unmittelbar an. Durch die Öffnung der Poren können Mitesser dann sehr leicht entfernt werden und die Haut wird gereinigt.

Weitere Informationen zur Peelingbehandlung finden Sie hier.

Ist Akne heilbar?

Die Krankheitsdauer der Akne ist individuell unterschiedlich. Sie kann nur ein paar Monate anhalten oder länger andauern. Ebenso kann sie später nach dem Ausheilen erneut auftreten. Durch die entsprechende Therapie kann sie jedoch gut kontrolliert werden und die Symptome deutlich vermindert sowie das Hautbild verbessert werden.