Erkrankungen
Haarausfall 


Haarausfall |
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Haarausfälle entstehen aus vielen unterschiedlichen Gründen, führen aber alle zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Minderung der Behaarungsdichte am menschlichen Körper. Die meisten der Haarausfälle betreffen ausschließlich den behaarten Kopf, einige jedoch auch das übrige Behaarungsmuster, so z.B. die Augenbrauen, Wimpern oder den Bartbereich. Allen Haarausfällen gemeinsam ist eine starke Belastung des psychischen Wohlbefindens.
Phasen des HaarwachstumsDas Haarwachstum untergliedert sich in verschiedene Phasen: 1. Wachstumsphase (Anagenphase)
2. Übergangsphase (Katagenphase)
3. Erholungsphase (Telogenphase)
Danach beginnt ein neuer Haarzyklus. Haarausfalltypen:
I. Androgene AlopezieDieser Haarausfall entsteht nur bei Frauen und führt zu einer diffusen Verminderung der Haare im Bereich des Kopfes. Selten können auch sog. Geheimratsecken entstehen. Häufig kommt der Haarverlust zusammen mit einer vermehrten Kopfschuppenbildung und Juckreiz im Bereich der Kopfhaut vor. Teilweise können auch Hautunreinheiten im Gesicht oder Rücken entstehen.Hervorgerufen wird dieser Haarausfall durch ein Überschuss an männlichen Hormonen im weiblichen Körper. Die Diagnose erfolgt durch Kontrolle der Hormone, also mittels einer Hormonstatusuntersuchung im Blut. Als Therapie eignen sich in erster Linie eine Mesotherapie, sowie Präparate, die weibliche Hormone enthalten, sowohl in Tabletten-, Pflaster-, Creme-, Gel- und Spritzenform, als auch lokal anzuwendende Haartinkturen unterstützt durch eine Mesotherapie. II. Postpartaler HaarverlustDieser Haarverlust entsteht nach der Geburt eines Kindes. Er kommt dadurch zustande, dass nach der Niederkunft die weiblichen Hormone schlagartig abnehmen und somit für einen befristeten Zeitraum von ca. bis zu drei Monaten die männlichen Hormone überwiegen in Verbindung mit einer Synchronisation der Haarfollikel, die alle zeitgleich in die Telogenphase (Ausfallsphase) übergehen. Nach dieser Zeitspanne regulieren sich die Hormone meist ohne ärztliches Zutun wieder ein und der Haarverlust kommt zum Stillstand. Therapeutisch sollte erst abgewartet werden. Tritt dann keine Besserung ein, kann eine Behandlung begonnen werden, idealerweise eine in der Stillzeit durchführbare Mesotherapie.
III. Diffuser TelogenverlustNur bei Frauen vorkommender Haarverlust, bei dem plötzlich und ohne erkennbare Ursache die Haare über den gesamten Kopfbereich vermehrt ausgehen. Man vermutet gestörte Synchronisationsphänomene des Haarzyklus. Die Behandlung der Wahl besteht in einer konsequent durchgeführten Mesotherapie.
IV. Schilddrüsenbedingter HaarverlustBei Fehlfunktionen der Schilddrüse können die Wachstumsphase der Haare verkürzt und die Erholungsphase verlängert werden, was auch zu einem diffusen Haarverlust im Bereich des Kopfes führt. Die Diagnose erfolgt durch Untersuchung der Kopfhaut und der Kontrolle der Schilddrüsenfunktion im Labor. Die Therapie der Wahl ist die Wiederherstellung einer fehlerfreien Schilddrüsenfunktion.
V. Androgenetische AlopezieDies ist der häufigste diffuse Haarverlust bei Frauen und Männern. Er führt bei Männern im Allgemeinen zur Bildung von Geheimratsecken, die sich dann weiter über den gesamten Bereich des Kopfes erstrecken können. Dieser Haarverlust kann bei Männern eine Glatze hervorrufen. Bei Frauen kommt es zu einer verminderten Dichte der Kopfhaare, wie dies auch der androgene Haarverlust verursacht. Schuppenbildung, Juckreiz und Hautunreinheiten treten hierbei häufig auf. Hervorgerufen wird die androgenetische Alopezie nicht durch eine Vermehrung der männlichen Hormone, sondern durch eine vermehrte Ansprechbarkeit des Haarfollikels den in normaler Menge vorkommenden männlichen Hormonen gegenüber! Das heißt, die männlichen Hormone sind nicht erhöht, ihre Wirkung ist aber verstärkt. Dieses Reaktionsmuster ist genetisch vorgegeben. Der Zeitpunkt, an dem die Wirkung der männlichen Hormone am Haarfollikel zunimmt, wird teilweise durch Umweltfaktoren mitbestimmt. Beim Mann ist in erster Linie ein Enzym vermehrt, die 5-ά-Reduktase, welches das männliche Hormon Testosteron in seine biologisch wirksame Form, das Dihydrotestosteron (DHT) umwandelt. Als Therapieoption bietet sich für Männer der Wirkstoff Finasterid in Tablettenform. Finasterid hemmt das Enzym 5-ά-Reduktase im Haarfollikel. Auch können lokal die Präparate Regaine (Wirkstoff Minoxidil) und Trichosense auf die betroffenen Areale einmassiert werden. Diese Substanzen führen zu einer verbesserten Durchblutung und Nährstoffaufnahme am Haarfollikel. Diese lokalen Behandlungen sind für Männer wie auch für Frauen möglich. Bei Frauen stehen noch weitere Individualrezeptoren und das Mittel Neoptide zur lokalen Anwendung zur Verfügung. Als ideale Therapieform gilt hierbei die Mesotherapie.
VI. Diffuse AlopezienCharakteristisch bei diesen Haarausfällen ist, dass die Haare diffus über die gesamte Kopfhaut ausgehen ohne besondere Betonung bestimmter Areale. Ursächlich für diese Alopezien ist immer eine Störung im Ablauf der Wachstumsphase, der Anagenphase. Bei den diffusen Alopezien wird das Haar während seiner Wachstumsphase geschädigt. Es wird aus seinem vollen Wachstum herausgerissen. Beim Soforttyp tritt der Haarverlust akut und schnell fortschreitend auf. Man kann binnen kurzer Zeit bereits eine massive Lichtung der Kopfbehaarung erkennen. Die Schädigung liegt ca. 4 – 6 Wochen vor Beginn des Haarverlustes. Mögliche Ursachen können sein: Zytostatikaeinnahme, Vollnarkosen, medikamentöse Triggerungen, akute fieberhafte Infekte, etc. Beim Spättyp ist der Haarverlust eher schleichend. Er führt zu einer leicht erhöhten Ausfallsrate, zu einer langsamen diffusen Minderung der Kopfbehaarung. Die Schädigung bei diesem Haarverlust liegt ca. 4 – 6 Monate vor dem Beginn. Ursächlich kommen in Betracht: Chronisch konsumierende Erkrankungen, chronische Infekte, Nierenfunktionsstörungen, auch z.B. eine Amalgamvergiftung und Umweltsyndrome, Mangelernährungen (Nulldiäten), etc. Therapeutisch muss die auslösende Ursache aufgedeckt und behandelt werden. Dies gelingt meist in relativ kurzer Zeit mit einer Unterstützung durch die Mesotherapie.
VII. SpannungshaarausfallDiese Art des Haarausfalls ist durch Missempfindungen an der Kopfhaut bis hin zu starken Schmerzen im Bereich der einzelnen Haare gekennzeichnet. Der Haarausfall entsteht durch eine vermehrte Aktivität der Kopfhautmuskulatur, was schließlich zu einer Verminderung der Durchblutung und der Nährstoffversorgung am Haarfollikel führt. Die Therapie basiert auf einer nachhaltigen Entspannung der Kopfhautmuskulatur. Dies geschieht mit pflanzlich oder bakteriologisch hergestelltem Botulinumtoxin in einer individuell dosierten Mesotherapiemischung.
VIII. Senile InvolutionsalopezieDies ist eine diffuse Verdünnung von Kopf- und Körperhaaren ab einem Alter von ca. 60 Jahren. Therapeutisch kommen Mineralpräparate und die Mesotherapie in Betracht.
IX. Alopecia areataDer kreisrunde Haarausfall beginnt meist am behaarten Kopf, kann aber auch bei Männern in der Bartregion beginnen. Die Haare fallen nicht diffus wie bei den anderen Haarausfällen aus, sondern in einem umschriebenen Gebiet, das dann völlig haarlos wird. Diese Form des Haarausfalls kann zum Verlust der gesamten Körperbehaarung führen, aber alle Haare können auch wieder kommen. Charakteristisch bei der alopecia areata ist das Auftreten von sog. kleinen Ausrufezeichen-Haaren an den Rändern der Veränderung. Hervorgerufen wird dieser Haarverlust durch eine Autoimmunerkrankung, also einer Erkrankung, bei der körpereigene Zellen die Haarfollikel als fremd ansehen und versuchen diese zu vernichten. Die Diagnose gestaltet sich schwierig. Es müssen Autoimmunerkrankungen, z.B. der Schilddrüse, ausgeschlossen und Spurenelementdefizite aufgedeckt werden. Die Therapie basiert auf zwei unterschiedlichen Säulen. Entweder wird eine Reiztherapie mit flüssigem Stickstoff, einer Kontaktsensibilisierung mit DNCP oder eine immunsupprimierende Behandlung mit einer äußerlichen Kortisonlösung eingeleitet. Als weitere natürliche und erfolgversprechende Option bietet sich die Mesotherapie.
Beeinflussende Faktoren bei Haarausfall- Bestimmte Pilze im Magen- und Darmbereich können einen Haarverlust verstärken bzw. einen Haarverlust auslösen.
Mesotherapie bei HaarausfallDie sicherste, beste und nebenwirkungsärmste Therapiemethode zur Behandlung von Haarausfällen ist gegenwärtig die bereits oben erwähnte Mesotherapie. Sie stellt eine Synthese aus Akupunktur, Arzneimitteltherapie und Homöopathie dar. Dabei werden verschiedene natürliche Substanzen in geringer Dosierung in die Kopfhaut injiziert und sowohl in die Oberhaut als auch direkt an den Haarfollikel gebracht. Durch punktgenaue Mikroinjektion wird ein Minimum an Wirkstoff genau dort in die Kopfhaut appliziert, wo es gebraucht wird. Sie führen so zu einer Stimulation und Regeneration der Haarfollikel. Es sind im Allgemeinen sechs Sitzungen im Abstand von einer Woche nötig; Aufbausitzungen erfolgen zuerst in monatlichen Abständen, dann nach individuellen Bedürfnissen. Der Haarverlust wird meist binnen vier Wochen gestoppt, neue Haare werden nach ca. drei bis vier Monaten sichtbar. Die Mesotherapie kann auch vorteilhaft mit anderen Verfahren kombiniert werden. Die Behandlung ist schnell durchzuführen, oft anhaltend wirksam und hat bei richtiger Anwendung für den Patienten nahezu keine Nebenwirkungen.
Die Mesotherapie ist eine Therapietechnik, bei der Wirkstoffe in geringer Dosierung möglichst nah an den Ort des Gesundheits- oder Schönheitsproblems gebracht werden. Zielorgan ist in jedem Falle die Haut und das Bindegewebe. Durch punktgenaue Mikroinjektion wird ein Minimum an Wirkstoff genau dort in die Kopfaut appliziert, wo es gebraucht wird. Die wiederholten Mikroinjektionen variieren in der Tiefe und in der Zusammensetzung der Wirkstoffcocktails. 50-jährige Erfahrung mit der Methode garantiert ein Minimum an unerwünschten Nebenwirkungen. Die Behandlung erfolgt unter Verwendung steriler Materialien und bewährter Medikamenten- und Homöopathiemischungen. Auf Grund der Anwendung in der Nähe des krankhaften Prozesses bleiben die verwendeten Arzneien im Mikrodosisbereich, was einerseits für die Verträglichkeit gut ist, andererseits auch für die Nebenwirkungsarmut verantwortlich zeichnet. Die Wirkung entfaltet sich unter Umgehung des Metabolismus. Organe und Blutzirkulation werden nicht belastet. Durch synergistische Effekte bei dieser Art der Behandlung sind oft bei chronischen oder hartnäckigen Leiden Erfolge zu erreichen, auch in „ausbehandelten“ oder therapieresistenten Fällen. |
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