Hautarzt Dr. med. Hans-G. Dauer, Köln

Rosacea

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Rosacea ist eine chronisch verlaufende, entzündliche  Hauterkrankung im Gesicht mit unklarer Ursache. Rosacea wird im Volksmund auch als Couperose, Kupferrose oder Kupferfinne bezeichnet. Die Erkrankung verläuft schubweise und kommt am häufigsten bei Menschen über 50 Jahren vor. Allerdings sind zunehmend auch jüngere Menschen betroffen.

Ursachen der Rosacea

Die genauen Ursachen der Rosacea sind noch immer unbekannt. Möglicherweise kommt eine genetische Veranlagung in Frage, die durch eine Schwäche des Gefäß-Nervensystems, Kaffee-, Tee- oder Alkoholgenuss, Magen-Darmstörungen, Stress, Sonneneinstrahlung, scharfe Gewürze, hautreizende Substanzen und Kosmetika sowie Reaktionen auf Haarbalgmilben verstärkt werden kann. Da Antibiotika gute therapeutische Erfolge bei der Rosacea erzielt, nimmt man an, dass auch bestimmte Erreger eine Rolle spielen.

Symptome der Rosacea

Von der Rosacea hauptsächlich betroffen sind die Hautpartien um Nase, Wangen, Kinn und Stirn. Die Erkrankung beginnt meistens zunächst mit fleckenförmigen, Rötungen (tiefroten -> kupferrot)  und Schuppungen. Kleinste Äderchen dehnen sich aus und werden sichtbar. Später kommt es dann schubweise zu entzündlichen Knötchen und eitrigen Pusteln. Wenn die Rosacea nicht behandelt wird, kann es dabei zu einer Vergrößerung der Talgdrüsen im Nasenbereich kommen, sodass die Nase optisch größer wirkt. Dies wird als sogenannte Knollennase bezeichnet und tritt bevorzugt bei Männern auf. Manchmal gehen die Beschwerden auch mit einer Bindehautentzündung einher.

Therapie der Rosacea

Die Therapie der Rosacea besteht je nach Schwere grad mit Salben oder Tabletten (Antibiotika). Normalerweise ist damit eine Besserung nach zwei bis drei Wochen erkennbar. Mit Peelingbehandlungen kann das Hautbild zusätzlich verbessert werden. Auch Lymphdrainagen im Gesicht wirken sich positiv auf die Erkrankung aus. Daneben ist es wichtig, die verstärkenden Faktoren zu vermeiden:
  • Hitze, Kälte, Wind, Sonne, UV-Licht
  • Zu heiße oder zu kalte Bäder
  • Reizende Pflegeprodukte, beispielsweise auf alkoholischer Basis
  • Kaffee, Tee, Alkohol, scharfe Gewürze
Betroffene sollten milde Hautreinigungsprodukte und Lotionen, nicht fettendes Make-up und im Sommer immer Sonnenschutzcremes verwenden.

Empfehlung: Laserbehandlung bei Rosacea

Durch den Einsatz spezieller Laser kann das Hautbild schnell und deutlich verbessert werden. Die Stärke der Laserbehandlung kann individuell auf die zu behandelnden Blutgefäße, den Hauttyp und die individuelle Situation eingestellt werden. Dabei dringt energiereiches Infrarotlicht in die Hautschicht ein, in der sich die Bindegewebsfasern und die Gefäße befinden. Das Infrarotlicht wirkt ohne die übrige darüber liegende Haut zu beeinträchtigen. Dadurch werden Bindegewebsfasern zu erneuter Teilung angeregt und, je nach Zielsetzung, Gefäße der Haut verödet. Es entstehen keine Narben, wie sie früher bei Lasern auftreten konnten.

Schmerzt die Laserbehandlung?

Jeder Laserimpuls schmerzt leicht, etwa wie der Stich einer kleinen Nadel. Um dies zu verhindern, kann auf Wunsch eine Creme mit betäubender Wirkung vorher aufgetragen werden. Unmittelbar nach der Behandlung kann die Haut gerötet oder leicht angeschwollen sein. Diese Beschwerden klingen jedoch innerhalb von drei Tagen wieder ab. Zur Verbesserung des Zustandes hilft kühlen.

Weitere Informationen zu dieser Behandlung finden Sie hier. 

Ist Rosacea heilbar?

Die Veranlagung zur Rosacea behält man leider lebenslang. Die Symptome bekommt man aber in der Regel durch die medikamentöse Therapie, Peeling- und Laserbehandlungen in den Griff. Wichtig sind in jedem Fall ein ausreichender Sonnenschutz sowie eine Reduzierung der verstärkenden Faktoren.