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Periorale Dermatitis

Entzündungen im Gesichtsbereicht

Unter perioraler Dermatitis versteht man eine Hauterkrankung, die der Rosacea ähnlich ist. Es handelt sich um eine Entzündung im Gesichtsbereich, wobei rund um die Lippen der Hautbereich ausgespart ist. Die Erkrankung tritt überwiegend bei jungen, gepflegten Frauen auf und wird deshalb oft als Stewardessen-Krankheit oder Mannequin-Erkrankung bezeichnet. In den Industrieländern ist etwa ein Prozent der Bevölkerung betroffen.

Ursache der perioralen Dermatitis

Als Ursache der perioralen Dermatitis wird die längere Anwendung von bestimmten Kosmetikprodukten vermutet. Die schützende Hornschicht der Haut quillt auf und die Hautschutzbarriere wird geschädigt. Dadurch verliert die Haut Feuchtigkeit und spannt. Durch den anschließenden noch intensiveren Gebrauch von Kosmetika lässt das Spannungsgefühl zeitweise nach, kommt aber in immer kürzeren Abständen wieder. Die Haut wird sozusagen abhängig von Pflegeprodukten und verliert die eigene Fähigkeit sich zu regulieren. Es kommt mit der Zeit zu Hautveränderungen und einer generellen Unverträglichkeit von Pflegeprodukten und Kosmetika.

Symptome der perioralen Dermatitis

Bei der perioralen Dermatitis kommt es zu kleinen Knötchen und Unreinheiten, wobei die Haut selber gerötet und leicht schuppig ist. Die Knötchen oder Pusteln können an der Spitze gelblich sein, obwohl kein Eiter darin vorhanden ist. Betroffen ist vor allem der Bereich um den Mund, aber auch die Wangen, der Nasenbereich und die Stirn oder der Bereich um die Augenlider.

Therapie der perioralen Dermatitis

Die Therapie der perioralen Dermatitis besteht in allgemeinen Maßnahmen sowie der lokalen Behandlung der betroffenen Bereiche. Zunächst einmal müssen alle Kosmetika und Pflegeprodukte abgesetzt werden, insbesondere ist ein Verzicht auf Feuchtigkeitscremes wichtig, um den Teufelskreis zu unterbrechen. Auch alle wirkstoffhaltigen Salben müssen weggelassen werden. Das Gesicht sollte nur noch mit warmem Wasser gereinigt werden. Danach sollte das Gesicht vorsichtig trocken getupft werden – keinesfalls abgerieben oder -gerubbelt werden! Betroffene sollten sich beim Hautarzt und der Kosmetikerin über hauttypspezifische Kosmetika beraten lassen.

Zur lokalen Behandlung der gereizten Bereiche sollten Gele und Lösungen mit Wirkstoffen wie beispielsweise Metronidazol oder Erythromycin aufgetragen werden. Zur Behandlung können außerdem ölfreie Puder eingesetzt werden. Schwarztee-Umschläge erzielen durch die enthaltenen Gerbstoffe gute Erfolge. Bei ausgeprägten entzündlichen Formen kann die Einnahme von Antibiotika notwendig werden.

Wie verläuft die periorale Dermatitis?

Durch das Weglassen der Pflegeprodukte und Kosmetika kann es erst einmal zu einer Verschlimmerung der Symptome in den ersten Tagen kommen. Die Betroffene muss Geduld aufbringen, da der durch Pflegemittel verursachte Teufelskreis erst einmal durchbrochen werden und die Haut sich erholen und regenerieren muss. Dies kann einige Wochen, unter Umständen sogar Monate dauern. Die periorale Dermatitis ist eine hartnäckige, aber mit Geduld und Hilfe des Hautarztes therapierbare Hauterkrankung.

Die Therapie der perioralen Dermatitis besteht in allgemeinen Maßnahmen sowie der lokalen Behandlung der betroffenen Bereiche. Zunächst einmal müssen alle Kosmetika und Pflegeprodukte abgesetzt werden, insbesondere ist ein Verzicht auf Feuchtigkeitscremes wichtig, um den Teufelskreis zu unterbrechen. Dr. med. Hans-G. Dauer

Hautarzt