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Kopfhauterkrankung / Haarverlust

Erfolgreiche Diagnostik und Therapie

Die Haartherapie nach Dr. Dauer

Dr. Dauer arbeitet seit über 30 Jahren auf dem Gebiet der Haarerkrankungen. Aus den langjährigen Erfahrungen mit betroffenen Patienten resultieren die Erkenntnisse, die zu der Entwicklung der „Haartherapie nach Dr. Dauer“ geführt haben. Diese spezielle Behandlungsmethode basiert auf einem stufenweisen Konzept, das je nach
Bedarf und jeweiliger Situation des Haares Schritt um Schritt intensiviert wird und nahezu alle Aspekte von Haarausfall, nicht wachsenden Haaren sowie Haarstrukturschäden der Frau und des Mannes berücksichtigt.

Haarausfälle entstehen aus vielen unterschiedlichen Gründen, führen aber alle zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Minderung der Behaarungsdichte am menschlichen Körper. Die meisten der Haarausfälle betreffen ausschließlich den behaarten Kopf, einige jedoch auch das übrige Behaarungsmuster, so z.B. die Augenbrauen, Wimpern oder den Bartbereich.

Allen Haarausfällen gemeinsam ist eine starke Belastung des psychischen Wohlbefindens.

Definitionen
Effluvium = Vermehrter Haarausfall
Alopezie = Erworbener Zustand der sichtbaren Haarverminderung

Haarwachstum
Das Haarwachstum untergliedert sich in verschiedene Phasen:

  1. Wachstumsphase (Anagenphase)
    Dauer: 4 – 6 Jahre, bei Männern eher 4 Jahre, bei Frauen eher 6 Jahre
  2. Übergangsphase (Katagenphase)
    Dauer: Ca: 14 Tage
  3. Erholungsphase (Telogenphase)
    Dauer. Ca: 3 Monate
    Danach Wiederbeginn eines neuen Haarzyklus.

Vorgehensweise
Zu Beginn steht die ausführliche Anamnese zu Medikamenteneinnahmen, familiärer Vorbelastung, emotionalen Stresssituationen und weiteren individuellen Risikofaktoren. Die folgende Diagnostik umfasst die ausgiebige Untersuchung der Kopfhaut, und eine individualisierte Blutkontrolle. Zusätzlich kann ein Gentest mittels Rachenabstrich durchgeführt werden, um so genetische Variationen, die zu einem Haarverlust führen, zu erkennen. Nach Vorlage und Gewichtung aller Befunde wird die individuelle, auf den Patienten eine exakt zugeschnittene Therapie eingeleitet

Haarausfallstypen:

Androgene Alopezie
Dieser Haarausfall entsteht nur bei Frauen und liegt in einer vermehrten Bildung von männlichen Hormonen bzw. einer verminderten Bildung von weiblichen Hormonen begründet. Die Diagnose erfolgt durch Kontrolle der Hormone, also mittels einer Hormonstatusuntersuchung im Blut.
Als Therapie eignen sich in erster Linie Präparate, die weibliche Hormone enthalten, sowohl in Tabletten-, Pflaster-, Creme-, Gel- und Spritzenform, als auch lokal anzuwendende Haartinkturen unterstützt durch eine Mesotherapie/Plasmatherapie.

Androgenetische Alopezie
Dies ist der häufigste diffuse Haarverlust bei Frauen und Männern. Er führt bei Männern im Allgemeinen zur Bildung von Geheimratsecken, die sich dann weiter über den gesamten Bereich des Kopfes erstrecken können. Dieser Haarverlust kann bei Männern eine Glatze hervorrufen. Bei Frauen kommt es zu einer verminderten Dichte der Kopfhaare, wie dies auch der androgene Haarverlust verursacht. Schuppenbildung, Juckreiz und Hautunreinheiten treten hierbei häufig auf.
Hervorgerufen wird die androgenetische Alopezie nicht durch eine Vermehrung der männlichen Hormone, sondern durch eine vermehrte Ansprechbarkeit des Haarfollikels den in normaler Menge vorkommenden männlichen Hormonen gegenüber!
Das heißt, die männlichen Hormone sind nicht erhöht, ihre Wirkung ist aber verstärkt. Dieses Reaktionsmuster ist genetisch vorgegeben. Der Zeitpunkt, an dem die Wirkung der männlichen Hormone am Haarfollikel zunimmt, wird auch durch zusätzliche Faktoren mitbestimmt.
Als Therapieoption bietet sich für Männer der Wirkstoff Finasterid in Tablettenform. Finasterid hemmt das den Haarausfall verursachende Enzym 5-ά-Reduktase im Haarfollikel. Bei Mann und Frau kann auch lokal das Präparat Regaine (Wirkstoff Minoxidil) auf die betroffenen Areale einmassiert werden. Diese Substanz führetzu einer verbesserten Durchblutung und Nährstoffaufnahme am Haarfollikel. Bei Frauen stehen noch weitere Individualrezepturen zur Verfügung. Als ideale Therapieform gilt hierbei die Mesotherapie.

Schilddrüsenbedingter Haarverlust
Bei Fehlfunktionen der Schilddrüse können die Wachstumsphase der Haare verkürzt und die Erholungsphase verlängert werden, was auch zu einem diffusen Haarverlust im Bereich des Kopfes führt.
Die Diagnose erfolgt durch Untersuchung der Kopfhaut und der Kontrolle der Schilddrüsenfunktion im Labor.
Die Therapie der Wahl ist die Wiederherstellung einer fehlerfreien Schilddrüsenfunktion unterstütz durch eine aufbauende Mesotherapie.

Diffuse Alopezien
Charakteristisch bei diesen Haarausfällen ist, dass die Haare diffus über die gesamte Kopfhaut ausgehen ohne besondere Betonung bestimmter Areale und völlig altersunabhängig.
Ursächlich für diese Alopezien ist immer eine Störung im Ablauf der Wachstumsphase, der Anagenphase. Bei den diffusen Alopezien wird das Haar während seiner Wachstumsphase geschädigt. Es wird aus seinem vollen Wachstum herausgerissen und geht sofort in die Ruhephase (Telogen) über.

Soforttyp
Der Haarverlust tritt akut und schnell fortschreitend auf. Man kann binnen kurzer Zeit bereits eine massive Lichtung der Kopfbehaarung erkennen.
Die Schädigung liegt ca. 4 – 6 Wochen vor Beginn des Haarverlustes.
Mögliche Ursachen können sein: Vollnarkosen, medikamentöse Triggerungen, akute fieberhafte Infekte, etc.

Spättyp
Der Haarverlust ist eher schleichend. Er führt zu einer leicht erhöhten Ausfallsrate, also zu einer langsamen diffusen Minderung der Kopfbehaarung.
Die Schädigung bei diesem Haarverlust liegt meist ca. 4 – 6 Monate vor dem Beginn.
Ursächlich kommen in Betracht: Chronisch konsumierende Erkrankungen, chronische Infekte, seelische Belastungen, Nierenfunktionsstörungen, auch z.B. eine Amalgamvergiftung und Umweltsyndrome, Mangelernährungen (Nulldiäten), etc. Die häufigste Ursache sind jedoch Medikamente, z.B. Heparine.
Therapeutisch muss die auslösende Ursache aufgedeckt und behandelt werden, sinnvoll unterstützt durch eine Mesotherapie.

Chronisch telogenes Effluvium
Betrifft meist Frauen älter als 40 J., besteht gut 6 Monate bis der Verlust auffällt, es gehen 100 – 200 Haare / Tag aus. Die gesamte Kopfhaut ist gleichmäßig betroffen. Der Zupftest ist zyklisch dick positiv, bis zu 1.000 Haaren! Ursache ist verkürzte Wchstumsphase (Anagen). Diese Haarverlust ist häufig mit Schmerzen im Bereich der Kopfhaut (Trichodynie) vergesellschaftet. Er ist lästig, entspricht aber einer harmlosen Wachstumsanomalie.
Als Therapie bieten sich die Einnahme oder mesotherapeutische Verabreichung von Vitaminen (B, H), Zink, Cystin und Panthotensäure an. In seltenen Fällen können auch mal Kortisonpräparate nützlich sein.

Idiopathisches telogenes Pseudoeffluvium
Der Haarausfall betrifft den gesamten behaarten Kopf gleichmäßig und ist durch einen plötzlich auftretenden Verlust von Haaren in der Ruhephase (Telogen) charakterisiert.
Die Ursache sind Synchronisationsphänomene im Haarwachstum, bei denen das Haar nicht seine normalen Wachstumsphasen durchmacht, sondern postwendend in die Ruhephase übertritt.
Die Therapie entspricht der des chronisch telogenen Effluviums.

Stressbedingter Haarverlust (Frau)
Dieser Haarverlust kommt nur bei Frauen zur Ausprägung. Bei Veranlagung zur einer androgenetischen Alopezie und Stress entsteht am Haarfollikel eine neurogene Entzündung, wenn gleichzeitig bestimmte Rezeptoren und Mastzellen an den Haarfollikeln vorhanden sind.
Die Therapie basiert auf entzündungshemenden Medikationen. Ideal ist eine Mesotherapie mit pflanzlichen Anti Stress Faktoren und Radikalfängern.

Diffuses Telogeneffluvium
Dieser Haarverlust ist auf eine allergische Kontaktdermatitis der Kopfhaut zurückzuführen. Er tritt meist ca. Monate nach der Schädigung auf. Der häufigste Verursacher ist die Substanz Paraphenylendiamin (PPD), die in dunklen Färbemitteln vorkommen kann.
Die Therapie entspricht der Behandlung des allergischen Kontaktekzems im behaarten Bereich.

Altersalopezie – senile Involutionsalopezie
Beginnt bei Mann und Frau meist um das 60. Lebensjahr und führt zu einer diffusen Verminderung der Haardichte am gesamten Körper, also auch in den Axillen und inguinal. Der Grund liegt in einer Erschöpfung der Haarfollikel. Therapeutisch kann die Einnahme von für das Haar wichtigen Vitaminen und Spurenelementen etwas helfen, gute Verbesserung werden mit der spezifischen Mesotherapie erzielt.

Spannungshaarausfall
Diese Art des Haarausfalls ist durch Missempfindungen an der Kopfhaut bis hin zu starken Schmerzen im Bereich der einzelnen Haare gekennzeichnet. Der Haarausfall entsteht durch eine vermehrte Aktivität der Kopfhautmuskulatur, was schließlich zu einer Verminderung der Durchblutung und der Nährstoffversorgung am Haarfollikel führt.
Die Therapie basiert auf einer nachhaltigen Entspannung der Kopfhautmuskulatur. Dies geschieht mit pflanzlich oder bakteriologisch hergestelltem Spannungslösern oder Anabotulinum in einer individuell dosierten Mesotherapiemischung.

Alopecia areata
Der kreisrunde Haarausfall beginnt meist am behaarten Kopf, kann aber auch bei Männern in der Bartregion beginnen. Die Haare fallen nicht diffus wie bei den anderen Haarausfällen aus, sondern in einem umschriebenen Gebiet, das dann völlig haarlos wird. Diese Form des Haarausfalls kann zum Verlust der gesamten Körperbehaarung führen, aber alle Haare können auch wieder kommen.
Charakteristisch bei der alopecia areata ist das Auftreten von sog. kleinen Ausrufezeichen-Haaren an den Rändern der Veränderung.
Hervorgerufen wird dieser Haarverlust durch eine Autoimmunerkrankung, also einer Erkrankung, bei der körpereigene Zellen die Haarfollikel als fremd ansehen und versuchen diese zu vernichten. Auch tritt eine alopecia areata häufig in Verbindung mit besonderen Stresserlebnissen auf.
Die Diagnose gestaltet sich schwierig. Es müssen Autoimmunerkrankungen, z.B. der Schilddrüse, ausgeschlossen und Spurenelementdefizite aufgedeckt werden.
Die Therapie basiert auf zwei unterschiedlichen Säulen. Entweder wird eine Reiztherapie mit flüssigem Stickstoff, einer Kontaktsensibilisierung mit DNCP oder eine immunsupprimierende Behandlung mit einer äußerlichen Kortisonlösung eingeleitet.
Als weitere natürliche und erfolgversprechende Option bietet sich die Mesotherapie.

Vernarbende Alopezien (Auswahl)
Diese Haarverlustsyndrome entstehen durch Entzündungen auf oder in der Kopfhaut, die zur Zerstörung des Haarfollikels und konsekutivem bleibenden Haarverlust führen. Die davon betroffenen Areale vernarben und es besteht keine Möglichkeit mehr das Haarwachstum anzuregen. Ein frühzeitige Diagnose und spezielle individuelle Therapie sind somit absolut wichtig.

Lichen ruber follicularis – Rötung + Schuppenkrause
Der Haarverlust ist gekennzeichnet durch meist mehrere einige Zentimeter durchmessende Herde auf der Kopfhaut mit Haarverlust und Rötungen an und um die Haarfollikel. Die Entzündungen führen zu einer Zerstörung des Haarfollikels, so dass bei längerem Bestehen vernarbte, haarlose Stellen zurückbleiben.
Die Therapie ist äußerst schwierig und besteht aus Kortisonen und Antibiotika lokal oder intern.

Frontale fibrosierende Alopezie Kossard
Dieser Haarverlust betrifft ausschließlich Frauen ab dem 40. Lebensjahr und ist eine Unterart des lichen ruber follicularis. Er stellt eine bandartige Alopezie an der frontalen Haarlinie dar. Die Haare an der Stirn und den Schläfen weichen schnell symmetrisch zurück. Bei der Hälfte der betroffenen Patientinnen kommt es auch zu einem Verlust der äußeren Augenbrauen.
Die Therapie ist schwierig und langwierig. Wichtig ist der frühzeitige Beginn, denn einmal ausgefallene Haare können nicht wieder zurückgebracht werden.

Haarverlust / Haarwachstumsstörung bei Kindern

Loses Anagenhaar Syndrom
Die Haare lassen sich ganz leicht aus der Kopfhautherausziehen. Es sind Haare in der Wachstumsphase (Anagen) OHNE Wurzelscheide. Die Haare haften nicht im Haarfollikel. Betroffen sind meist hellhaarige Mädchen um das 8. Lebensjahr.
Der Haarverlust heilt spontan wieder ab.

Short Anagen Syndrom
Haare wachsen normal, erreichen aber nur eine geringe Länge und müssen nicht geschnitten werden. Fällt meist zu Beginn des Schulalters auf, heilt nicht aus.

Beeinflussende Faktoren

Generelle Verursacher

  • Medikamente, hormonelle Umstellungen (Frauen), Schwermetallbelastungen, Eisenmangel, Tumore, metabolische Störungen (SD, Nieren-, Leberinsuffizienz), Strahlenbelastung, psychische Belastungen, Vererbung, Infektionen, Ernährungsdefizite und Rauchen
  • Bestimmte Pilze im Magen-, Darmbereich können einen Haarverlust verstärken bzw. einen Haarverlust ins Leben rufen
  • Unterernährung, z.B. bei Crash-Diäten

Versorgungsdefizite

  • Haarwurzel hat eine hohe Stoffwechsel- und Zellteilungsaktivität
  • Hoher Bedarf an Energie (Kalorien), Aminosäuren, Vitaminen und Spurenelementen

Haarabnutzung

  • Durch Reibungsschäden, Sonneneinwirkung, strukturelle und chemische Veränderungen meist durch permanente Veränderung von Haarform und -farbe
Mit Mesohair kann Haarausfall wirksam verlangsamt und das Haarwachstum angeregt werden. Hierzu wird ein Revitalisierungscocktail mit feinen Nadeln direkt in die Kopfhaut injiziert und verteilt sich über Diffusionsprozesse im gesamten Haarbereich. Dr. med. Hans-G. Dauer

Hautarzt